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{Glossar}
Ablaichen Absetzen der Geschlechtsprodukte ( Eier & Sperma)
abnorm von der normalen Form abweichend
Acryflavin (= Trypaflavin)pilz- und bakterienhemmendes Medikament (gegen
Laichverpilzung)
AdaptionAnpassung an andere Umweltverhältnisse
Adipose
adult erwachsen, geschlechtsreif
Adventiv - PflanzeSprosse, die sich an der vollentwickelten Pflanze bilden
und nach Kräftigung als eigenständige Pflanzen entnommen werden können
affinis (aff.)
AkklimatisationAnpassung eines Organismus an veränderte, umweltbedingte
Lebensverhältnisse
Albinismuserblich bedingtes Fehlen von Körperfarbstoffen (Pigmentmangel)
AlbinoExemplar ohne Farbstoffe (weiße Körperfarbe & rote Augen)
pigmentloses Lebewesen
albinotisch
anal zum After gehörig, den After betreffend
Anale bei Fischen Analflosse = Afterflosse
Anflugnahrung Luftinsekten oder andere Gliederfüßler, die sich dicht über der
Wasseroberfläche und von den Fischen im Sprung erbeutet oder
von der Oberfläche aufgenommen werden
Anomalie Abweichung von der normalen Form oder vom normalen Verhalten
AntibiotikaStoffwechselprodukte einer Organismusart, die auf eine andere
hemmend oder abtötend wirken
aqua branca
aqua limpa
aqua preta
aquatisch
Areal
Artemia
Artnameder zweite Bestandteil des binominalen wissenschaftlichen Namens einer Art
autogam
zurück
BalzWerbung um den Geschlechtspartner vor dem Ablaichen
BastardMischling, durch Artkreuzung entstanden
Bichromie
BiotopLebensraum von Pflanzen und Tieren mit typischen Umweltbedingungen
Brackwasser Wasser mit wechselndem Salzgehalt, der aber immer größer ist
als im Süßwasser und geringer als im Salzwasser
zurück
carnivor
caudalzum hinteren Körperende gehörend, schwanzseitig
Caudale
Cleithrumbei Fischen paariger Deckknochen im oberen Schultergürtel-Bereich
zurück
DarmatmungAufnahme des Sauerstoffs über das Schleimhautepithel des
Enddarmes (Steinpeitzger, Schlammpeitzger, südamerikanische Welse). Luft wird durch das Maul aufgenommen und über den After abgegeben
Dauereier große dotterreiche und durch eine feste, wasserundurchlässige
Schale geschützte Eier, die ungünstige Perioden dadurch zu überstehen vermögen
Determination Bestimmung (z.B. Artzugehörigkeit)
DetritusSchwebe und Sinkstoffe in Gewässern, deren Hauptteil abgestorbene Mikroorganismen sind
Dichromatismus
DimorphismusVorkommen von verschieden gestalteten Form innerhalb einer
Art, z.B. Geschlechtsdimorphismus
Dissimilation nächtliche Atmung der Pflanzen, wobei Sauerstoff aufgenommen und Kohlendioxid abgegeben wird (Ggs. Assimilation)
dominant
dorsal
Dorsale Rückenflosse, Dorsalflosse
dorsoventral vom Rücken ausgehend zum Bauch hin sich erstreckend
zurück
Elternfamilie gemeinsame Brutpflege durch Weibchen und Männchen mitgleichen Aufgaben ( ohne Rollenverteilung)
Embryo bei Tieren; ein Organismus der sich aus der Eizelle entwickelt. Das Wort Embryo trifft bis zur ersten selbständigen Nahrungsaufnahme
emers Pflanzen, die im seichten Wasser oder im feuchten Schlamm wurzeln, ihre Organe aber über die Wasseroberfläche erheben.
endemisch nur in einen bestimmten, begrenzten Gebiet vorkommend
Erblichkeit die genetischen Komponenten der phänotypischen Variabilität
Etymologie Herkunft und Bedeutung von Namen
Evolution die stammesgeschichtliche Entwicklung der Lebewesen von niedern zu höheren Formen
zurück
fertil
Fettflosse strahlenlose einzelne Rückenflosse (Salmlern) gegenüber der Afterflosse
Flagellaten
fluvial
Fontanelle offene Stelle im Schädeldach
FormalinKonservierungsmittel ( gesättigte Lösung von Formaldehyd in Wasser)
Freilaicher Fische, die ihren Laich ins freie Wasser oder in Pflanzenbestände absetzen und nachfolgend keine Brutpflege betreiben
fundale Fische auf dem Gewässergrund lebende Fische
Fungizide
zurück
gastral
Gattungsystematische Einheit, die eine Art oder mehrere Arten zusammenfasst
Gattungsnameder Name einer Gattung; das erste Wort in einem Binomen oder Trinomen
genitalzu den Geschlechtsorganen gehörend
Genuswissenschaftliche Bezeichnung für Gattung
Geschlechtsdichromatismusunterschiedliche Färbung der Geschlechter
Geschlechtsdimorphismusunterschiedliche Gestaltsausbildung der Geschlechter
Geschlechtsmerkmale primäre; Merkmale, nach denen sich die beiden Geschlechterderselben Art unterscheiden, die jedoch nicht unmittelbar Fortpflanzungsorgane sind (vgl. Sexualdimorphismus)
geschlossene Population eine Population ohne genetischen Zufluß außer durch Mutation
Geschwisterarten (=Zwillingsarten) Morphologisch ähnliche oder gleiche Populationen, die fortpflanzungsmäßig isoliert sind
GonopodiumBegattungsorgan Lebendgebärender Zahnkarpfen das aus einer Umbildung der Afterflossen der Männchen entstanden ist
zurück
Habiat Lebensbereich von Tier- und Pflanzenarten innerhalb eines Biotops
Habitus äußere Erscheinung; Gestalt; Aussehen
Haftlaicher Fische, die ihre klebefähigen Eier an feste Gegenstände anheften
hapaxanth Pflanzen, die nur einmal blühen
herbivor
heterophag sowohl pflanzliche wie tierische Nahrung fressend
Holotyp, Holotypus das die Artenmerkmale bestimmende Einzelstück, von dem die Beschreibung der Art abgeleitet wird ( der Artname ist an den Holotypus gebunden)
homogen
Huminsäure aus Resten abgestorbener Lebewesen sich bildende Säure
Huminstoffe hochmolekulare Verbindungen von gelbbrauner bis schwarzer Farbe, die bei der Humifizierung entstehen
Hybride das Ergebnis der Kreuzung zweier Arten
hydrophil
zurück
Ichthyologie Wissenschaft von den Fischen
Immunität Resistenz gegenüber Krankheitserregern
Individuum das einzelne Lebewesen mit all seinen Besonderheiten
Infektion
Infusorien Wimperntiere, in der Aquaristik meist falsch für alle möglichen Gruppen von Einzellern benutzt
Inkubationszeit Zeitspanne zwischen dem Eindringen des Erregers und dem Ausbruch der Krankheit
Inzucht Fortpflanzung auf sexuellen Wege zwischen nahen Verwandten
zurück
juvenil
zurück
Karbonathärte Maß der im Wasser gelösten Calciumkarbonate
karnivor
Kategorie jede Stufe in der Hierarchie der Taxa, wie Unterart, Art, Gattung u.s.w.
Kiemenfäule Fischkrankheit, verursacht durch Algenpilz Branchiomyces
Klarwasser Bezeichnung für Gewässer, die nicht durch Huminstoffe gefärbt sind
kommensal mit anderen von der gleichen Nahrung lebend
Kreuzung Paarung nahe verwandter aber nicht gen-gleicher Individuen
zurück
Laich unter wasser abgelegte Eier von Schnecken, Amphibien und Fischen
Laichausschlag hornige Hauthöcker, z.B. bei Karpfenfischen, am Kopf und Körper, die sich während der Laichzeit bilden
larvale Phase Phase zwischen Schlupf aus dem Ei und dem Freischwimmen
larvophile Maulbrüter maulbrütende Fische, die erst nach dem Schlupf der Larven aus den Eiern die Brut ins maul aufnehmen und dort bis zum Freischwimmen aufbewahren
lateral seitwärts gelegen, seitlich
Lectotyp, Lectotypus Einzelstück einer Typusserie, das ein Zoologe beim Fehlen eines Holotypes bestimmen kann. Von dem Lectotypus wird dann die Art abgeleitet
Linea lateralis Seitenlinie (z.B. der Schuppen bei Fischen)
Locus typicus typischer Fundort einer Art ( Typus - Lokalität )
zurück
marginal
medial
megatherm Lebewesen, die höhere Temperaturen bevorzugen
Melanin
Melanismus Dunkelfärbung durch ungewöhnlich starkes Auftreten dunkler Pigmentstoffe
meristische Daten Maßangaben zur Bestimmung des Körperverhältnisses eines Tieres
Methylenblau künstlicher Farbstoff, der als Desinfektionsmittel Verwendung findet
monomorph eingestaltig, gestaltsmäßig gleiches Aussehen der Geschlechter
monophyletisch einstämmig, von einer Urform stammend
monotypisch Gattungen mit nur einer Art oder auch Ordnungen mit nur einer Familie
Morphologie Wissenschaft von der Gestalt und vom Bau der Tiere
Mutation in der Genetik; die sprunghafte Veränderung eines genetischen Faktors, gewöhnlich der Ersatz oder Verlust eines oder mehrerer Basenpaare in der DNS; Veränderung des Erbgutes
zurück
Nanismus
Nekrose Absterben von Gewebe - oder Organteilen
Neotyp, Neotypus mit Beschränkungen und Bedingungen festgelegtes Stück, wenn Holotypus, Paratypen, Syntypen oder Lectotypen einer Art verschollen oder vernichtet sind
nerval das Nervensystem betreffend
Nitrate wasserlösliche Salze der Salpetersäure; Endprodukt der Denitrifikation. Können in entsprechender Konzentration im Aquarium giftig wirken
zurück
oberständiges Maul Malrichtung nach oben gerichtet; Unterkiefer ist länger als Oberkiefer
Odontoden
Ökosystem Beziehungsgefüge von Lebewesen vom Einzeller bis zum Menschen in einem Lebensraum von bestimmter Art und bestimmter Größe
Ökotypus an einen bestimmten Standort ( ökologischer Nische ) angepasste Population
omnivor tier - und pflanzenfressend
Oodinium zu den Geißeltierchen gehörender Fischparasit
operculum
orbital
Ordnung in der Systematik Rangstufe zwischen Familie und Klasse
ovipar
zurück
paarige Flossen Sammelbezeichnung von Brust- und Bauchflossen ( Pectoralen und ventralen ), von denen es jeweils zwei, also ein Paar, gibt
pantophag allesfressend; sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung fressend
Parasit Schmarotzer; Lebewesen, das auf Kosten eines anderen lebt, dieses zwar nicht tötet, aber durch Nahrungsentzug schädigt und Krankheiten hervorrufen kann
Parasitose
Paratyp, Paratypus neben den Holotypus in einer Beschreibung festgelegtes Stück, das in die Ableitung der Art einbezogen wurde
pectoral
petrophil Lebewesen, die steinigen Untergrund bevorzugen
pH- Wert Maß für den Säuregrad des Wassers, negativer dekadischer Logarithmus der Wasserstoffionen- Konzentration. 0-7 = sauer; 7-14 =alkalisch; 7 = neutral
Phänotyp Erscheinungsbild; Zusammenfassung der sichtbaren Merkmale eines ausgewachsenen Individuums
Pheromone äußerlich durch Signalcharakter wirkende, artspezifische Hormone
photophil lichtliebend; lichtarme Bereiche meidend
phytophag
polyphyletisch vielstämmig; Abstammung von mehreren Stämmen
polytrop
Praemaxillare
Praeoperculum
Praeorbitale
Praeorbitalstreifen Voraugenstreifen; Streifen vom Augenrand des Auges bis zur Oberlippe
protogen
proximal mehr zur Mitte hin als andere Teile; körpernahe ( Ggs. Distal )
zurück
zurück
Rasse farblich oder körperlich von der Norm abweichende Form einer Art mit einem bestimmten Verbreitungsgebiet
regressiv
rheophil strömungsliebend; vorzugsweise in strömendem Wasser lebend
Rostrum bei Fischen schnabelartige Verlängerungen der Schnauzenregion ( z.B. Farlowella )
rudimentär nicht voll ausgebildet; zurückgebildet; verkümmert
zurück
Schwarzwasser durch Huminsäuren dunkel gefärbte und sauer reagierende Gewässer
Seitenlinie bei den Fischen vorkommendes Sinnesorgan, das auf der Seite in einer oder mehreren Linien angeordnet ist
Sekundärparasit Parasit, der einen wirt zu besiedeln versucht, der schon vorher von anderen Parasiten befallen war
semiadult
Sexualdimorphismus man spricht von S., wenn zwischen den Geschlechtern einer Art deutliche Unterschiede in Färbung, Gestalt, Größe, Physiologie oder im Verhalten bestehen
Species systematische Bezeichnung für eine Art
spp. Abkürzung für die Mehrzahl von Species = die Arten. So bedeutet z.B. Barbus spp. = mehrere Arten der Gattung Barbus
ssp. Abkürzung für Supspecies = Unterart ( auch supspec. )
stenotop nicht weit verbreitet, nur in einen eng begrenzten Gebiet vorkommend
subadult
submers untergetaucht, unter der Wasseroberfläche liegend oder lebend; Bezeichnung für Pflanzen, die unter Wasser leben
suborbital
Suborbitalstreifen Unteraugenstreifen; Streifen vom unteren Augenrand bis zum Kiemendeckel
Subspezies
Subtropen Übergangszone zwischen tropischen und gemäßigten Zonen
sympatrisch gemeinsam mit anderen arten im gleichen Gewässer vorkommend
synonym
Synonyme verschiedene Namen für das selbe Taxon
syntop am gleichen Ort vorkommend
zurück
Taxonomie Theorie und Praxis der biologischen Qualifikation, meist gleichbedeutend mit Systematik verwendet
Temporäre Gewässer Gewässer, die zeitweilig austrocknen. Solche Gewässer können im Zuge der Schneeschmelze oder auch nach ausgiebigen Regenfällen entstehen. Organismen, die solche Gewässer bewohnen, haben die Fähigkeit zu überleben
Tentakel in der Zoologie versteht man unter Tentakel ein längliches, bewegliches Organ am Körper, das dem Beutefang dient. Es werden auch bei Ancistrinen Welsen Auswüchse auf der Schnauze als Tentakel bezeichnet.
Terra typica typisches Vorkommensgebiet einer Art; Typenfundort
thermophil wärmeliebend; wärmere Gebiete bevorzugend
Topotyp Exemplar von einen bestimmten Ort
Topotypus ein Exemplar, das an einen Typus- Fundort gesammelt wurde; kein Typus im Sinne der Nomenklaturregeln, deshalb besser; Topotypoid
toxisch
Transversalstreifen
Tribus zwischen Gattung und Familie stehender systematischer Begriff. In einen Tribus werden miteinander verwandte Gattungen zusammengefaßt und der Name der Nomiatgattung am Ende auf -ini gesetzt (z.B. Farlowellini )
Trichodina Ektoparasit; Wimpertierchen, das auf der Oberhaut von fischen schmarotzt
Trivalname der volkstümliche bzw. landessprachliche Name für Tiere oder Pflanzen. Für einzelne Arten können viele Tr. Bestehen. Eine einheitliche Regelung gibt es nicht
Tropen Klimazone um den Äquator ohne bedeutende jahreszeitliche Temperaturunterschiede
Typus - Art diejenige Art, die als Typus einer nominellen Gattung bestimmt wurden ist
Typus - Fundort der Fundort, an dem ein Holotypus, Lectotypus oder Neotypus gesammelt wurden ist
zurück
unpaarige Flossen Zusammenfassung von Rücken-, Fett-, Schwanz-, und Afterflosse, von denen es jeweils nur eine gibt
Unterart ein geographisch definierter Komplex lokaler Populationen, der sich von anderen derartigen Untereinheiten der betreffenden Art taxonomisch unterscheidet
unterständiges Maul Maulöffnung nach unten gerichtet, Oberkiefer ist länger als der Unterkiefer
zurück
Variabilität Bezeichnung für mehr oder minder ausgeprägte Verschiedenheit bei Individuen einer Art
Variante
Varietät von der Norm der Art abweichend, jedoch noch nicht als Unterart zu bezeichnen
ventral in der Bauchregion gelegen
Ventrale
Ventralstreifen Bauchstreifen; Streifen entlang der Bauchnaht
viril das männliche Geschlecht betreffend
vivipar
zurück
Wasserhärte Eigenschaft des Wassers, die durch den Gehalt an Calcium- und Magnesium-Salzen geprägt wird. Man unterscheidet zwischen Gesamthärte und der Karbonathärte
Wasserstoffionenkonzentrat
Weißwasser
wissenschaftlicher Name der lateinische oder lateinisierte Name eines Taxon
zurück
Xanthorismus Fehlen der Pigmentzellen in der Haut außer den gelblichen
xanthoristisch
xerophil Bezeichnung für Lebewesen, die trockene Biotope bevorzugen
zurück
zurück
Zoogeographie Teilgebiet der Biologie, das sich mit der Verbreitung der Tiere befasst
zurück
Literaturnachweiß:
Schmettkamp, W. 1995
Die Namen unserer Aquarienfische
Landbuch, Hannover
Voß, P. 1994
Biologische Fachbegriffe und Erklärungen
Wissenschaftliche Publikation Ref. Fischbest. VDA - Bezirk 25, Weser -Ems
Willhelmshafen
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